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KINO
Von Sebastian Ko
Als vor knapp 15 Jahren Toy
Story herauskam, war der Film eine Sensation: Denn Toy Story war war der erste
vollcomputeranimierte Film in Spielfilmlänge. Der Film um
Aufzieh-Cowboy Woody und
Plastikastronaut Buzz
Lightyear und weiteres sehr lebendiges Spielzeug, war
Publikums- und Kritikererfolg zu gleich, und ebnete den Weg
für Animation-Hits wie
"Findet Nemo", "Ratatouille" und
"Oben" aus dem Hause Pixar. Jetzt, zehn Jahre nach dem
ebenfalls hervorragenden Toy Story
2 bringt die beste Animationsschmiede der Welt einen dritten
Teil heraus: Perfekt animiert und großartig erzählt ist
auch Toy Story 3 nicht nur
etwas für Kinder.
Jahre ist es her, dass Andy, der Junge aus der Vorstadt mit
Aufziehcowboy Woody,
Weltraum Ranger Buzz Light
Year, Dinosaurier Rex und Herrn und Frau Steckkartoffel
gepspielt hat. Jetzt ist der Junge auf dem Weg ins Collage - und das alte Spielzeug
steht vor schlechten oder noch schlechteren Zukunftsaussichten:
Entweder wandert es im schwarzen Plastiksack auf den Dachboden -
und langweilen sich bis alle Ewigkeit zu Tode - oder aber es
wandert in den Müll. Und so entschließt sich das
Spielzeug abzuhauen und sich selbst dem Sunnyside-Kindergarten zu spenden.
Hier hoffen sie auf ein Spielzeug-Paradies auf Erden: Kinder, die
mit ihnen spielen. Und genau danach sieht es auch erst mal aus, als
sie Plüschbär Lotso, der Anführer der Sunnyside Kinderheim Spielzeuge
begrüßt: Ein Ressort für glückliche
Spielzeuge. Erleichtert und begeistert warten die
Neuankömmlinge auf die Kinder: Endlich wieder spielen, und
Barbie lernt sogar Ken
kennen und allen scheint eine rosa Zukunft zu winken. Doch was dann
kommt ist der pure Horror (für sensible Spielzeuggelenke):
eine Horde Zweijähriger stürmt das Kinderzimmer,
reißt , zerrt und kaut auf den neuen Figuren herum. Hier
überlebt Spielzeug in der Regel keine Woche. Und Andys
Spielzeugtruppe muss jetzt feststellen, dass der böse
Plüschbär Lotso sie in eine Falle gelockt hat.
Auch beim dritten Teil von Toy
Story, natürlich im inzwischen für Animationfilme
obligatorischen 3D, macht die Kreativabteilung aus der
Animationsschmiede Pixar nichts falsch: Charmante Spielzeugfiguren,
der bösartigste Erdbeer-Plüschbär der Welt, dessen
Fell so gut animiert ist, dass man sogar fast glaubt den
künstlichen Erdbeergeruch daraus riechen zu können - und
natürlich jede Menge Humor und Spannung. Toy Story 3, diesmal unter der
Regie von Lee Unkrich - der
schon beim ersten Teil als Bildeditor dabei war, und sich als
Co-Regisseur Toy Story 2,
Die Monster AG und Findet Nemo sozusagen hochgedient hat - stimmt
bis ins kleinste Detail.
Da will Woody durch die
Toilette flüchten, ist aber hygienisches Spielzeug genug, um
etwas Toilettenpapier auf der Klobrille auszulegen, ehe er daran
hoch klettert - oder die Spannung, wenn das Spielzeug kurz vorm Tod
im Verbrennungsofen steht: Das ist sooo spannend, dass geht
Erwachsenen wie Kindern gleichermaßen an die Nerven. Und so
ist auch klar, dass Toy
Story 3 nicht nur etwas für Kinder ist, sondern dass
bei soviel erzählerichem und handwerklichem Können auch
Erwachsene ihren Spaß haben werden: Beide Daumen hoch
für Toy Story 3.
Toy Story 3
Animation/Family , USA 2010
Regie: Lee Unkrich
Sprecher: Bully Herbig, Christian Tramitz, Rick
Kavanian uva.
Länge: 103 Minuten
FSK: o.A
Start: 29 Juli 2010




















Bewertungsschema




unterirdisch



mies



mäßig



okay



gut



genial!!!Stand: 28.07.2010
