MAGAZIN | SPECIAL
Doping für den Job?
800.000 Beschäftigte haben zugegeben, dass sie
regelmäßig dopen. Warum? Um dem Druck beim Job gerecht
zu werden, sagen sie. Fast jeder Fünfte kennt sogar jemanden,
der ohne ärztliche Anweisung mit Pillen oder Pulver nachhilft.
Dopen, wenn der Akku leer ist?
Die Daten stammen aus der aktuellen Studie der
Angestelltenkrankenkassen. Demnach hat die Zahl der Krankeiten
durch Arbeitsbelastung gravierend zugenommen. Dabei geht's
nicht um Wirbelsäulenschäden durch den altersschwachen
Bürostuhl, sondern um Depressionen. Immer mehr
Beschäftigte werden psychisch krank durch Arbeit. Der
Hauptgrund: immer weniger Zeit für immer mehr Arbeit.
Wie ist das bei euch?
Greift auch ihr zu Aufputschmitteln oder Beruhigungspillen, um
dem Stress und Druck auf der Arbeit gerecht zu werden? Kennt ihr
jemanden, der das regemäßig tut und der sagt, dass er
nur so mit den Anforderungen beim Job mithalten kann?
Was meint ihr? Ist es übertrieben, sich für
den Job zu dopen? Könnt ihr verstehen, dass manche Menschen zu
Doping greifen, um ihre Leistung im Beruf zu steigern? Schreibt
eure Meinungen und eure Erfahrungen ins 1LIVE
Gästebuch.
Bisherige Beiträge
Am 25.02.2009 14:15 Uhr schrieb Anonym
wir finden das auch überhaupt gar nicht so schlimm ja wers braucht
Am 25.02.2009 04:11 Uhr schrieb Anonym
ich kann das verstehen. Ich mache das selber ich nehme aber nur Koffein. In Tabletten Form. Das das nicht ganz ohne ist weiß ich aber wenn ich mehr als 16 Stunden arbeiten muss dann greife ich zu Koffein. Aber was anderes würde ich nicht nehmen.
Am 24.02.2009 23:39 Uhr schrieb Matthias (39 J)Ort: Oelde
Hallo Einslive,
vom Verstand her ein ganz klares "NO GO" - aber wenn wir ehrlich sind - der Druck und die Erwartungen der Unternehmen & Konzerne wird immer größer, versagen möchte niemand und daher kann ich dieses persönlich schon nachvollziehen.
Ich bin jedoch noch immer der Meinung, dass es durch frühzeitiges setzen von Grenzen und schaffen von Freiräumen andere Wege und Mittel gibt als Doping per Pille.
Ich relaxe regelmäßig mit Massage, Schwimmen, Sauna etc. oder genieße guten Wein und Essen in vertrauter Zweisamkeit. Das ist das, was mir Kraft für meine Stunden gibt. Zusätzlich gehört das Wochenende nur mir, meiner Freundin und den angenehmen Dingen des Lebens.
Organisationen die diesen Stundenmarathon von Ihren Mitarbeitern erwarten, sollten prüfen ob Sie diese ebenfalls leisten und wenn ja, schnellstens die Strukturen und Abläufe überprüfen.
Am 24.02.2009 20:38 Uhr schrieb Yvonne (27 J)Ort: Bochum
Ich arbeite selber oft 10 Stunden am Tag, und zwar pausenlos. Aber es liegt nicht etwa daran, dass mein Chef das Personal reduziert, nein, sondern daran, dass sich niemand bewirbt, und wenn doch, dann eher schlecht als recht.
Drogen muss ich deswegen aber keine nehmen. Flüssiges Koffein reicht völlig aus. Ich kann schon die vielen Jugendlichen nicht verstehen, die zum Spaß Drogen nehmen, wie soll ich das dann bei erwachsenen Menschen verstehen?
Am 24.02.2009 19:42 Uhr schrieb AlemaoOrt: Kölle
Wie kann man sich über sowas wundern? Das wird doch von Unternehmen teilweise billigend in Kauf genommen. Hauptsache die Räder drehen sich. Wenn ein Rädchen nicht rund läuft, dann wird es ausgetauscht. Das ist in einem Arbeitgebermarkt so. Durch die böse Globalisierung gibt´s dann sogar noch einen Schuldigen dafür (als wäre das ein evolutionärer Vorgang). Ich kenne viele in meinem Umfeld, die überlastet sind und da ist keiner bei, der annähernd gehaltlich an die Acker- oder Dieckmänner dieser Republik herankommt. Jahr für Jahr werden tausende Leute rausgeschmissen und die Arbeit wird auf weniger Schultern verteilt. Das lässt man sich dann mit Boni-Zahlungen vergüten. Wo bleibt eigentlich die Sorgfaltspflicht ihren Angestellten gegenüber? Ich persönlich glaube, daß diese Gesellschaft auf dem völlig falschen Weg ist seit ca.20 Jahren, aber das kann man wahrscheinlich erst später beurteilen. ........aber"Schaun´mer mal, dann sehn´mer scho`".
Stand: 24.02.2009