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1LIVE Infos

Die 1LIVE Infos bringen euch on air jede Stunde den Überblick über das Wichtigste in der Welt. Jeweils eins der Themen erklären wir euch ausführlicher - in den 1LIVE Einzelheiten. Und die gibt's hier zum Nachlesen.

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15:00 Uhr EU beschließt mehr Einblicke in nationale Finanzen

Die EU hat in Zukunft mehr Einblick in die Finanzen der Mitgliedsländer. Die Finanzminister haben sich heute auf eine stärkere Überwachung der Haushaltspläne geeinigt. Die Einzelheiten:

Es ist ein vorsichtiger Eingriff, den die Finanzminister beschlossen haben. Die EU-Länder müssen in Zukunft jedes Frühjahr ihre grobe Haushaltsplanung nach Brüssel schicken. Da wird dann kontrolliert, ob das jeweilige Land vernünftig mit seinem Geld umgeht und welche Wirtschaftsreformen es anstößt. Die EU gibt eine Rückmeldung - und erst dann dürfen die Haushaltsentwürfe in den nationalen Parlamenten beraten und beschlossen werden. So will die EU böse Überraschungen wie im Fall Griechenland verhindern. Bisher bekam die EU die Haushaltspläne nämlich erst, nachdem sie beschlossen waren. Die Einigung heute ist das erste Resultat einer Arbeitsgruppe, die den Ländern das Schulden machen erschweren will. Kritiker halten die Vereinbarung für zu unverbindlich. Die Länder sind nicht gezwungen, die Vorschläge der EU umzusetzen.


14:00 Uhr Lob und Tadel für Deutschland im OECD-Bildungsbericht

In Deutschland gibt es deutlich mehr Hochschulabsolventen als vor einigen Jahren. Laut einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung muss Deutschland aber noch mehr in Bildung investieren. Die Einzelheiten:

Das Urteil der OECD über Bildung in Deutschland fällt gemischt aus. Gute Noten gibt es für das Ausbildungssystem. Laut Studie führt die Verbindung von Arbeit und Berufsschule zu einer vergleichsweise geringen Jugendarbeitslosigkeit. Kritik kommt dagegen beim Thema Studium. Zwar ist der Anteil der Uni- und Fachhochschulabsolventen seit 2000 um gut ein Drittel gestiegen - aber immer noch gibt es weniger Akademiker als in den meisten anderen Industrieländern. Ein Hochschulabschluss lohnt sich in Deutschland besonders: Im Schnitt verdienen Akademiker knapp 70 Prozent mehr als Leute mit Ausbildung. Und sie sind seltener arbeitslos. Die Macher der Studie raten Deutschland deshalb, die Anreize für ein Studium nach der Ausbildung zu erhöhen. Außerdem müssten Studierwillige aus ärmeren Familien finanziell unterstützt werden.


13:00 Uhr Streit um Kosten für Kita-Ausbau

Der Streit um die Kosten des Kita-Ausbaus wird in NRW seit heute vor Gericht ausgetragen. Mehrere Städte und Kreise haben vor dem Verfassungsgerichtshof geklagt. Sie fordern für den Ausbau der Betreuungsplätze Geld vom Land. Die Einzelheiten:

Mehr Ausgaben - und das bei ohnehin schon leeren Kassen. Das sehen die klagenden Städte und Kreise in Nordrhein-Westfalen nicht ein. Es geht um die Kosten der Kleinkinder-Betreuung. Von 2013 an haben Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz, sobald ihr Kind ein Jahr alt ist. Das ist gesetzlich geregelt. Da die Städte und Kreise das Gesetz aber nicht gemacht haben, sehen sie auch nicht ein, warum sie dafür zahlen sollen. Die Kosten auf sie zu übertragen verstößt ihrer Meinung nach gegen die Landesverfassung. Da steht nämlich - vereinfacht gesagt - drin: Wer bestellt, muss auch zahlen. Deshalb wollen die klagenden Kommunen erreichen, dass das Land Millionenkosten für den Kita-Ausbau übernimmt. Mit einer Entscheidung des Gerichts wird heute nicht gerechnet.


12:00 Uhr OECD-Studie belegt viele Vorteile für Akademiker

Einzelheiten

Laut einer neuen Bildungsstudie schützt ein Studium am besten vor Arbeitslosigkeit. Außerdem wächst in Deutschland der Einkommensvorsprung von Akademikern gegenüber anderen Berufstätigen. Die Einzelheiten:

Der Vorsprung ist deutlich: Wer studiert hat, verdient in Deutschland im Schnitt knapp 70 Prozent mehr als jemand mit einer Berufsausbildung. Seit 1998 hat sich der Vorsprung damit mehr als verdoppelt. Das ist eins der Ergebnisse der neuen Bildungsstudie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Enwicklung, OECD.
Die Zahl der Uni- und Fachhochschul-Absolventen ist in Deutschland in den letzten Jahren gestiegen - allerdings nicht so stark wie im Rest der OECD-Staaten. Die Organisation rät Deutschland deshalb, mehr für potenzielle Studenten aus ärmeren Familien zu tun, zum Beispiel durch Stipendien.
Im internationalen Vergleich sind die Bildungsausgaben in Deutschland weiterhin relativ niedrig. 4,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts fließen in die Bildung, in den USA sind es mehr als 7 Prozent.


11:00 Uhr Barrosos Rede vor dem Europaparlament

Einzelheiten

EU-Kommissionspräsident Barroso hat vor dem Europaparlament in Straßburg seine erste Rede zur Lage der Union gehalten. Darin zog er Bilanz der ersten Monate seiner neuen Kommission und gab einen Ausblick auf das kommende Jahr. Die Einzelheiten:

Barroso bekam offenbar wenig Applaus. Kritiker werfen ihm vor, zwar gut reden zu können, die Ziele aber dann nicht umzusetzen. Mit der Rede wollte Barroso seine Position in der EU stärken. Er bezeichnete die Europäische Union als stabil und sagte, sie habe die Wirtschaftskrise gut bewältigt. Barroso hob die Bedeutung eines starken Europas hervor, das sich noch mehr einbringen müsse. Deshalb will er auch eine Milliarde Euro zusätzlich für Entwicklungshilfe aufbringen. Als Projekte der Zukunft nannte Barroso unter anderem die Entschuldung nationaler Haushalte und den Klimawandel. Im Vorfeld der Rede hatte es Proteste der Abgeordneten gegeben. Barroso wollte für die Rede eine Anwesenheitspflicht anordnen und sonst das Sitzungsgeld kürzen. Dieser Plan wurde aber gekippt.


10:00 Uhr Razzia gegen Neonazis

Einzelheiten

In mehreren Bundesländern hat heute Morgen eine Razzia gegen eine Organisation von Neonazis begonnen. Unter anderem wurden in Nordrhein-Westfalen, Berlin und Brandenburg Wohnungen und Büros führender Mitglieder durchsucht. Die Einzelheiten:

Die HNG zählt zu den größten und einflussreichsten Neonazi-Organisationen in Deutschland. Die Abkürzung steht für Hilfsorganisation für nationale und politische Gefangene. Sie arbeitet unter dem Vorwand politischen Gefangenen in Deutschland und im Ausland bei der Wiedereingliederung helfen zu wollen. Beobachter vermuten aber, dass es der Organisation vor allem darum geht, rechtes Gedankengut bei den Häftlingen frisch zu halten. Sie wird verdächtigt rechtsextreme Ansichten mit entsprechender Literatur zu fördern. Außerdem soll sie die Gefangenen zu neuen Straftaten motivieren. Das Bundesinnenministerium prüft, ob es die HNG verbieten kann.


9:30 Uhr Renten-Streik in Frankreich

Einzelheiten

In Frankreich hat der Generalstreik gegen die geplante Rentenreform begonnen. Unter anderem Beschäftigte des öffentlichen Dienstes, Lehrer, Post- und Bankangestellte sind dazu aufgerufen, heute nicht zu arbeiten. Die Einzelheiten:

Die Gewerkschaften wollen Frankreich lahm legen und damit ein Zeichen setzen gegen die Regierung Sarkozy. In Umfragen gehen seine Werte zurück und sein Arbeitsminister ist weiter mit einer Parteispendenaffäre in den Medien. Sarkozy will die Franzosen in Zukunft länger arbeiten lassen, und zwar zwei Jahre. Selbst dann würde Frankreich mit 62 immer noch zu den Ländern in der EU mit dem niedrigsten Renten-einstiegsalter gehören. Für Sarkozy ist die Reform wichtig, denn er muss in den Kassen ein Loch von 32 Milliarden Euro stopfen. Gestreikt wird auch an großen Flughäfen und Bahnhöfen unter anderem in Paris. Betroffen sind auch Verbindungen aus und nach Deutschland.


9:00 Uhr Barrosos Rede zur "Lage der Union"

Einzelheiten

EU-Kommissionspräsident Barroso beginnt gleich in Straßburg mit seiner ersten Rede zur Lage der Europäischen Union. Darin will Barroso alle wichtigen Themen ansprechen und danach mit den Abgeordneten diskutieren. Die Einzelheiten:

Barroso will mit der Rede seine Rolle in der EU stärken - nach amerikanischem Vorbild: dort hält der US-Präsident einmal im Jahr eine Rede vor dem Kongress. In der EU gibt es offenbar einen Machtkampf zwischen Barroso und dem ständigen Ratspräsidenten van Rompuy. Beide wollen als das Gesicht Europas angesehen werden. Barroso wollte für die Rede sogar eine Anwesenheitspflicht vorschreiben und den Abgeordneten sonst das Sitzungsgeld kürzen. Dagegen gab es aber massive Proteste. Barroso wird in seiner Rede Bilanz ziehen und einen Ausblick auf das nächste Jahr geben. Kritiker werfen ihm vor, zu oft auf nationale Interessen Rücksicht zu nehmen und damit zu wenig auf die EU als Ganzes.


7:30 Uhr bundesweite Razzia gegen Neonazis

Einzelheiten

Das Bundesinnenministerium hat eine bundesweite Razzia gegen eine der größten Neonazi-Organisationen in Deutschland gestartet. Ermittler durchsuchten am Morgen Räume in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg der sogenannten "HNG". Die Einzelheiten:

Die HNG bezeichnet sich selbst als Hilfsorganisation für nationale und politische Gefangene. Die Neonazi-Organisation unterstützt rechtsextreme Inhaftierte in Deutschland und im Ausland unter anderem mit Rechtsberatung, Literatur und Briefkontakten. Dadurch versucht sie laut Verfassungsschutz neue Mitglieder für die Szene zu werben oder ihren Ausstieg zu verhindern. Die Organisation wird verdächtigt, dabei gegen die Verfassung zu verstoßen. Deshalb wurden Wohnungen und Büros führender Mitglieder in mehreren Bundesländern durchsucht. Die HNG zählt mit rund 600 Mitgliedern zu den größten und einflussreichsten Neonazi-Organisationen in Deutschland.


6:30 Uhr Frankreich streikt

Einzelheiten

In Frankreich wollen heute hunderttausende Menschen gegen die Rentenreform auf die Straße gehen. Präsident Sarkozy plant, das Rentenalter von 60 auf 62 anzuheben. Die Einzelheiten:

Die Proteste in Frankreich richten sich nicht nur gegen die Änderungen bei der Rente, sondern auch gegen Präsident Sarkozy und seine Regierung. Die Gewerkschaften rechnen mit bis zu zwei Millionen Teilnehmern. Gestreikt wird unter anderem bei der Post, den Banken und in Schulen. Auch die Beschäftigten an Flughäfen und Bahnhöfen nehmen am Generalstreik teil, deshalb sind auch Reisende betroffen - an den Pariser Flughäfen soll jeder vierte Flug ausfallen, bei den U-Bahnen fährt nur jede zweite. Sarkozy will mit der Rentenreform die Sozialkassen aufbessern. Das zählt zu den wichtigsten Projekten seiner Amtszeit. Mit 60 Jahren gehen die Franzosen im EU-Vergleich mit am frühesten in den Ruhestand.


6:00 Uhr Unicef fordert mehr Hilfe für die Armen

Einzelheiten

Unicef hat mehr Hilfe für die ärmsten Kinder der Welt gefordert. In einem Bericht zu den Milleniumszielen kritisiert das Kinderhilfswerk vor allem die internationale Entwicklungshilfe. Die Einzelheiten:

Die Bilanz von Unicef fällt dürftig aus. Vor zehn Jahren hatten sich die Länder verpflichtet bis zum Jahr 2015 die Armut zu halbieren. Das Kinderhilfswerk sieht seitdem zwar deutliche Fortschritte, sie seien aber ungleich verteilt. Es hätten zwar mehr Kinder Zugang zu sauberem Wasser, auch der Impfschutz hätte sich verbessert. Aber gerade die ärmsten Kinder würde diese Hilfe nicht erreichen. Täglich sterben laut Unicef 24-Tausend Kinder an vermeidbaren oder behandelbaren Krankheiten. Besonders im südlichen Afrika und in Südasien sind starkes Untergewicht ein Problem. Laut Unicef sei das vermeidbar, wenn sich die internationale Hilfe auf die am stärksten Bedürftigen konzentriere.


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