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1LIVE Infos

Die 1LIVE Infos bringen euch on air jede Stunde den Überblick über das Wichtigste in der Welt. Jeweils eins der Themen erklären wir euch ausführlicher - in den 1LIVE Einzelheiten. Und die gibt's hier zum Nachlesen.

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18 Uhr: Spaniens Tierschützer feiern Erfolg

Tierschützer in Spanien feiern heute einen Erfolg. Das Regionalparlament in Barcelona hat den Stierkampf verboten. Damit ist Katalonien die erste Region auf dem spanischen Festland, in der die Tradition vor dem Aus steht. Die Einzelheiten:

Nach Bekanntgabe der Entscheidung brach im Parlament Jubel aus. Mit 13 Stimmen Vorsprung stimmten die Abgeordneten für ein Gesetz, das Stierkampf verbietet. Es tritt Anfang 2012 in Kraft. Bis dahin müssen sich diejenigen, die ihr Geld mit Stierkampf verdienen, neu orientieren.

Nach Ansicht von Tierschützern ist das Gesetz richtig, da die Tiere im Stierkampf gequält werden. Kritiker befürchten hingegen wirtschaftlichen Schaden und sehen die Tradition schon in ganz Spanien vor dem Aus.

Bisher ist Stierkampf im Rest des Landes noch erlaubt. Unter anderem Andalusien hat schon angekündigt, dass ein Verbot in der Region "undenkbar" sei.
Im gesamten Land erlaubt ist weiterhin das Stiertreiben. Dabei werden die Tiere durch enge Gassen in den Dörfern gehetzt.


17 Uhr Neue Details zur Loveparade-Katastrophe

Nach der Katastrophe bei der Loveparade ist heute der Veranstalter von verschiedenen Seiten kritisiert worden. Sowohl NRWs Innenminister Jäger als auch Polizeiinspekteur Wehe gaben Veranstalter Rainer Schaller die Schuld an der Massenpanik. Die Einzelheiten:

Die Aufteilung in gut und böse war bei der Pressekonferenz am Nachmittag klar: Nach Auffassung von Innenminister Jäger und Polizeiinspekteur Wehe hat die Polizei ihren Job richtig gemacht, Schuld hat der Veranstalter.
Tatsächlich ist es so, dass der Veranstalter für die Sicherheit auf dem Loveparade-Gelände verantwortlich war - die Polizei dagegen nur für die Bereiche außerhalb des Geländes. Nach Ansicht Wehes hatte der Veranstalter die Situation von Anfang an nicht im Griff. Das Gelände sei zum Beispiel erst mit gut einer Stunde Verspätung geöffnet worden - da hätten sich schon lange Schlangen gebildet.
Die Polizei reagiert mit ihren Aussagen auch auf Vorwürfe Schallers. Der hatte in den vergangenen Tagen die Polizei kritisiert.


16 Uhr: Bundesamt warnt vor neuen Trojanern bei Online-Banking

Im Internet verbreitet sich eine neue Software, die Daten von Bankkunden ausspioniert. Das Bundeskriminalamt und das Bundesamt für IT-Sicherheit warnen vor einer neuen Variante so genannter Trojaner beim Online-Banking. Die Einzelheiten:

Die neuen Trojaner sind noch heimtückischer als die bisher bekannten. Sie funktionieren so: Ein Nutzer ruft das Online-Banking-Portal seiner Bank auf. Wenn sein Computer mit dem Trojaner infiziert ist, wird die Seite vermeintlich aufgerufen und sieht aus wie immer. Selbst in der Browserzeile steht die richtige Internetadresse. Trotzdem handelt es sich um eine Täuschung. Das können Nutzer daran erkennen, dass sie aufgefordert werden, bestimmte Daten preiszugeben - zum Beispiel zur Kreditkarte. In einem anderen Fall sollen die Nutzer mehrere persönliche Sicherheitsnummern, so genannte TANs, eingeben. IT-Fachleute empfehlen deshalb zwei Dinge. Erstens: ein aktuelles Virenschutzprogramm. Und zweitens sollten Nutzer beim Online-Banking auf keinen Fall Angaben machen, nach denen bisher nie gefragt wurde.


14 Uhr Theo Albrecht ist tot

Einzelheiten

Der Aldi-Mitgründer Theo Albrecht ist tot. Der 88-Jährige starb am Samstag in seiner Heimatstadt Essen. Gemeinsam mit seinem Bruder Karl hat Theo Albrecht in den vergangenen Jahrzehnten den Discount-Riesen Aldi aufgebaut. Die Einzelheiten:

Theo Albrecht gilt als der große Unbekannte. Groß deshalb, weil er gemeinsam mit seinem Bruder ein Milliarden-Unternehmen geschaffen hat. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahmen die Brüder den Lebensmittelladen der Mutter, Anfang der 60er Jahre eröffneten sie den ersten Aldi-Discounter. Heute gibt es weltweit mehr als 8000 Filialen mit rund 50.000 Mitarbeitern. Das Unternehmen ist aufgeteilt in Deutschland Süd und Nord, Theo Albrecht gehörte Aldi Nord. Geschätztes Privatvermögen: 17 Milliarden Euro.

Dass er trotzdem der große Unbekannte blieb, lag daran, dass er sein Privatleben sehr geheim hielt. Keine öffentlichen Auftritte, keine Interviews, seit Jahrzehnten gibt es kein aktuelles Foto mehr. Bekannt ist im Wesentlichen nur: Er hat zwei Söhne und lebte mit seiner Frau in Essen.


13 Uhr Parlament in Katalonien verbietet Stierkampf

Einzelheiten

In einem Teil Spaniens wird der Stierkampf verboten. Das Regionalparlament in Barcelona stimmte heute mit einem Vorsprung von 13 Stimmen für das Verbot. Der Entscheidung war eine jahrelange Debatte vorausgegangen. Die Einzelheiten:

Die Entscheidung ist ein Erfolg für Spaniens Tierschützer. Ihrer Ansicht nach ist Stierkampf Tierquälerei und das Verbot deshalb richtig.
Katalonien ist die erste Region auf dem spanischen Festland, die die umstrittene Tradition verbietet.
Das Verbot tritt allerdings erst Anfang 2012 in Kraft. Der Grund: Wer sein Geld mit Stierkampf verdient, soll die Chance haben, sich einen neuen Job zu suchen.
Befürworter des Stierkampfs fürchten trotzdem wirtschaftlichen Schaden für die Region. Außerdem befürchten sie, dass der Stierkampf nach und nach in ganz Spanien verboten werden könnte. Sie haben deshalb angekündigt, gegen das Gesetz zu klagen.
Zahlen belegen allerdings, dass das Interesse der Bevölkerung am Stierkampf in den vergangenen Jahren ohnehin stark nachgelassen hat.


12 Uhr Raúl wechselt zu Schalke 04

Einzelheiten

Der FC Schalke bekommt einen Fußball-Weltstar.

Der Verein hat den spanischen Stürmer Raúl für zwei Jahre verpflichtet. Der 33-Jährige wechselt von Real Madrid nach Gelsenkirchen. Heute Nachmittag soll er offiziell vorgestellt werden. Die Einzelheiten:

Raúl gilt schon jetzt als größter Star in der Schalker Vereinsgeschichte. 16 Jahre lang hat er für Madrid gespielt und ist in dieser Zeit sechs Mal spanischer Meister geworden, drei Mal gewann er die Champions Leage. Außerdem war er in Madrid Rekord-Torschütze.

Heute Nachmittag wird der 33-Jährige in Gelsenkirchen vorgestellt, gleich danach geht's zum ersten Training. Und schon am Samstag steht das erste Spiel an - gegen den Hamburger SV. Schalkes Trainer Magath sieht in Raúls Verpflichtung einen wichtigen Schritt, um seine Mannschaft weiter nach vorne zu bringen.

Den ersten Kontakt zu Raúl hat der Schalker Neuzugang Metzelder eingefädelt. Er hat in den vergangenen drei Jahren gemeinsam mit Raúl in Madrid gespielt.


11:00 Uhr: Weiteres Opfer durch Loveparade-Katastrophe gestorben

Einzelheiten

Durch die Katastrophe bei der Loveparade ist ein weiterer Mensch ums Leben gekommen. In der Nacht erlag eine 25-jährige Frau aus Heiligenhaus bei Essen ihren schweren Verletzungen. Die genaue Todesursache soll durch eine Obduktion geklärt werden. Die Einzelheiten.

Die Nachricht kam überraschend - denn bisher hieß es, dass sich keiner der Verletzten mehr in Lebensgefahr befindet. Mit dem Tod der jungen Frau kamen bei der Massenpanik in Duisburg insgesamt 21 Menschen ums Leben.

In Düsseldorf will NRW-Innenminister Jäger heute einen vorläufigen Bericht zu der Katastrophe vorlegen. Darin wirft die Regierung dem Loveparade-Veranstalter vor, sich über Bedenken der Behörden hinweggesetzt zu haben. So habe er etwa weniger Ordnungskräfte eingesetzt als vereinbart. Der Veranstalter wies das zurück und sprach stattdessen von Fehlern der Polizei.

Unter Druck steht weiter auch Duisburgs Oberbürgermeister Sauerland. Mitglieder des Stadtrats werfen ihm vor, er habe frühe Kritik am Loveparade-Konzept nicht ernst genommen.


10:00 Uhr: Katalonien stimmt über Stierkampf ab

Einzelheiten

In Spanien fällt heute eine Entscheidung über den traditionellen Stierkampf. Das Regionalparlament in Barcelona will darüber abstimmen, ob Stierkämpfe in der Region Katalonien verboten werden. Die Einzelheiten.

Der Stierkampf in Spanien ist seit Jahrzehnten umstritten. Anhänger halten ihn für nationales Kulturgut, Gegner sprechen von Tierquälerei. Deswegen hat eine Tierschutzinitiative Unterschriften gegen den Stierkampf gesammelt. Über den Antrag will das Regionalparlament in Barcelona heute entscheiden.

Inzwischen haben sich immer mehr Abgeordnete gegen die Kämpfe ausgesprochen, die Abstimmung könnte deshalb knapp ausgehen. Dabei könnte auch die wirtschaftliche Bedeutung der Stierkämpfe eine Rolle spielen - daran hängen Milliardenumsätze und 40.000 Arbeitsplätze, etwa im Tourismus. Allerdings gehen immer weniger Spanier zu den Kämpfen, viele Städte haben die staatlichen Zuschüsse gestrichen.

Nicht auf der Tagesordnung steht das traditionelle Stiertreiben in vielen katalonischen Dörfern, bei denen die Stiere durch die Straßen gehetzt werden.


09:00 Uhr: Immer mehr Stellen für Leiharbeiter statt für feste Mitarbeiter

Einzelheiten

Viele Unternehmen in Deutschland stellen immer mehr Leiharbeiter ein statt feste Angestellte. Für jede dritte neue Stelle suchen die Firmen nur solche vorübergehenden Mitarbeiter. Die Einzelheiten.

Für die Unternehmen sind Leiharbeiter eine gute Möglichkeit, auf die Wirtschaftsentwicklung zu reagieren. Brauchen sie bei guter Auftragslage kurzfristig mehr Mitarbeiter, können sie sie schnell bei einer Zeitarbeitsfirma leihen - und genauso schnell wieder zurückgeben. Zeitarbeiter sind zudem billiger als festangestellte Mitarbeiter. Im Moment richten sich 35 Prozent der Stellenausschreibungen an Leiharbeiter, im Januar waren es nur 25 Prozent.

Die Gewerkschaft IG Metall kritisierte die Entwicklung hin zu Billiglöhnen. Die Linkspartei forderte die Bundesregierung auf, Lohndumping zu verbieten. Leiharbeiter müssten vom ersten Tag an so viel verdienen wie die festen Mitarbeiter.


08:00 Uhr: Loveparade-Veranstalter unter Druck

Einzelheiten

Nordrhein-Westfalens Regierung macht den Loveparade-Veranstalter für die Katastrophe verantwortlich. Das steht in einem vorläufigen Bericht, den Innenminister Jäger heute vorstellen will. Die Einzelheiten.

Laut dem Bericht ging der Katastrophe mit 20 Toten eine Kette von Fehleinschätzungen voraus. Demnach hat der Loveparade-Veranstalter den Besucherandrang am Eingang unterschätzt. Außerdem habe er weniger Ordnungskräfte eingesetzt als mit den Behörden vereinbart.

Unter Druck steht auch weiter Duisburgs Oberbürgermeister Sauerland. Die Duisburger Ratsfrau Elke Patz von der SPD kritisierte Sauerlands Verhalten in Ratssitzungen: "Wenn kritisch nachgefragt wurde zu dem Thema, hat er durch ironische Bemerkungen versucht, den Fragenden ins Lächerliche zu ziehen, und hat Fragen einfach gar nicht beantwortet."

Nach Angaben des grünen Ratsmitglieds Frank Michael Rich hatten einzelne Vertreter im Stadtrat noch andere Ideen für das Loveparade-Konzept, hätten sie aber nicht vorgebracht. Der Duisburger Stadtrat habe nur noch das fertige Konzept abgenickt.


07:30 Uhr: Obama bekommt mehr Geld für Afghanistan-Krieg

Einzelheiten

Die USA haben neues Geld für den Krieg in Afghanistan freigegeben. Der US-Kongress stimmte einer Vorlage von Präsident Obama zu. Damit kann die US-Armee in Afghanistan insgesamt 33 Milliarden Dollar zusätzlich ausgeben. Die Einzelheiten.

Das Gesetz war heftig umstritten - auch in den Reihen von Obamas eigener Partei, den Demokraten. Dort lehnen viele Abgeordnete den Afghanistan-Krieg ab - besonders seit der Veröffentlichung geheimer Kriegsdokumente auf der Internetseite Wikileaks am Wochenende. Deswegen konnte Obama das Gesetz nur mit Hilfe der oppositionellen Republikaner durch das Parlament bringen.

Mit den zusätzlichen 33 Milliarden Dollar will der US-Präsident die Truppen in Afghanistan um 30.000 Mann aufstocken und auch laufende Kosten bezahlen. Das Verteidigungsministerium hatte gewarnt, ohne das Gesetz könnte der Armee schon in Kürze das Geld ausgehen.


07:00 Uhr: US-Politiker wollen Ölfirmen für alle Schäden haften lassen

Einzelheiten

Im Golf von Mexiko hat es wieder einen Unfall an einer Ölquelle gegeben. Aus einer ehemaligen Bohrleitung ist nach einem Schiffsunfall Öl ausgetreten. Die Einzelheiten.

Das neue Leck ist deutlich kleiner als das nach dem Untergang der BP-Plattform. Ein Schiff der US-Küstenwache war im Golf von Mexiko gegen ein altes Steigrohr gestoßen. Durch die Kollision wurde das versiegelte Rohr wieder aufgerissen; eine 30 Meter hohe Fontäne aus Öl und Methangas führte zu einer Ölspur auf dem Meer. Spezialschiffe sollen das neue Leck verschließen.

Wegen der Ölpest im Golf von Mexiko wollen einige Demokraten im US-Senat, dass die Firmen stärker für Schäden haften müssen. Sie haben einen Gesetzentwurf vorgestellt, nach dem die Unternehmen die gesamten Kosten einer Ölpest übernehmen sollen; bisher müssen sie nicht mehr als 75 Millionen Dollar bezahlen. Das Gesetz soll auch rückwirkend für die BP-Ölpest gelten.


06:30 Uhr: NRW-Regierung beschuldigt Loveparade-Veranstalter

Einzelheiten

Nordrhein-Westfalens Regierung macht den Loveparade-Veranstalter für die Katastrophe verantwortlich. Das steht in einem vorläufigen Bericht, den Innenminister Jäger heute vorstellen will. Die Einzelheiten.

Laut dem Bericht war es eine Kette von Fehleinschätzungen, die der Katastrophe bei der Loveparade mit 20 Toten vorausging. Demnach hat sich der Veranstalter mehrfach über Bedenken der Behörden hinweggesetzt. Diese hatten etwa befürchtet, dass sich die Besucher am Eingang stauen würden. So war es dann auch gekommen.

Außerdem habe der Veranstalter weniger eigene Ordnungskräfte eingesetzt als vereinbart. An einer Treppe am Eingang sollten demnach 150 Ordner stehen, auf Videos von der Katastrophe waren aber nur zwei zu sehen. Auch soll der Loveparade-Veranstalter Vorschläge ignoriert haben, den Zugangsbereich am Tunnel mit Videokameras zu überwachen.

Der Veranstalter hat die Vorwürfe zurückgewiesen.


06:00 Uhr: Neue Ölpest im Golf von Mexiko

Einzelheiten

Im Golf von Mexiko gibt es ein zweites Ölleck. Aus einer ehemaligen Bohrleitung ist nach einem Schiffsunfall Öl ausgetreten. Die Einzelheiten.

Für die Anwohner an der Südküste der USA war die Nachricht ein neuer Schock - nach der Ölpest durch die untergegangene BP-Plattform. Der neue Unfall ist jedoch mit der großen Pest nicht zu vergleichen.

Er geschah an einem alten Steigrohr im Golf von Mexiko, das Öl vom Meeresgrund nach oben transportiert hatte. Diese Leitung wurde nach der Nutzung verschlossen und ragt nun noch ein Stück über die Wasseroberfläche hinaus. Gegen dieses unbeleuchtete Rohr war in der Nacht ein Schiff der US-Küstenwache gestoßen.

Dadurch wurde das bereits versiegelte Bohrloch wieder aufgerissen. Eine 30 Meter hohe Fontäne aus Öl, Methangas und Wasser spritzte in die Höhe. Auf dem Meer bildete sich eine dünne Ölspur. Spezialschiffe sollen das neue Bohrloch im Golf von Mexiko nun verschließen.


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