1LIVE NACHRICHTEN
1LIVE Infos
Die 1LIVE Infos bringen euch on air jede Stunde den Überblick über das Wichtigste in der Welt. Jeweils eins der Themen erklären wir euch ausführlicher - in den 1LIVE Einzelheiten. Und die gibt's hier zum Nachlesen.
Alle Einzelheiten vom 28.07.2010
18 Uhr: Spaniens Tierschützer feiern Erfolg
Tierschützer in Spanien feiern heute einen Erfolg. Das
Regionalparlament in Barcelona hat den Stierkampf verboten. Damit
ist Katalonien die erste Region auf dem spanischen Festland, in der
die Tradition vor dem Aus steht. Die Einzelheiten:
Nach Bekanntgabe der Entscheidung brach im Parlament Jubel aus. Mit
13 Stimmen Vorsprung stimmten die Abgeordneten für ein Gesetz,
das Stierkampf verbietet. Es tritt Anfang 2012 in Kraft. Bis dahin
müssen sich diejenigen, die ihr Geld mit Stierkampf verdienen,
neu orientieren.
Nach Ansicht von Tierschützern ist das Gesetz richtig, da die
Tiere im Stierkampf gequält werden. Kritiker befürchten
hingegen wirtschaftlichen Schaden und sehen die Tradition schon in
ganz Spanien vor dem Aus.
Bisher ist Stierkampf im Rest des Landes noch erlaubt. Unter
anderem Andalusien hat schon angekündigt, dass ein Verbot in
der Region "undenkbar" sei.
Im gesamten Land erlaubt ist weiterhin das Stiertreiben. Dabei
werden die Tiere durch enge Gassen in den Dörfern gehetzt.
17 Uhr Neue Details zur Loveparade-Katastrophe
Nach der Katastrophe bei der Loveparade ist heute der Veranstalter
von verschiedenen Seiten kritisiert worden. Sowohl NRWs
Innenminister Jäger als auch Polizeiinspekteur Wehe gaben
Veranstalter Rainer Schaller die Schuld an der Massenpanik. Die
Einzelheiten:
Die Aufteilung in gut und böse war bei der Pressekonferenz am
Nachmittag klar: Nach Auffassung von Innenminister Jäger und
Polizeiinspekteur Wehe hat die Polizei ihren Job richtig gemacht,
Schuld hat der Veranstalter.
Tatsächlich ist es so, dass der Veranstalter für die
Sicherheit auf dem Loveparade-Gelände verantwortlich war - die
Polizei dagegen nur für die Bereiche außerhalb des
Geländes. Nach Ansicht Wehes hatte der Veranstalter die
Situation von Anfang an nicht im Griff. Das Gelände sei zum
Beispiel erst mit gut einer Stunde Verspätung geöffnet
worden - da hätten sich schon lange Schlangen gebildet.
Die Polizei reagiert mit ihren Aussagen auch auf Vorwürfe
Schallers. Der hatte in den vergangenen Tagen die Polizei
kritisiert.
16 Uhr: Bundesamt warnt vor neuen Trojanern bei Online-Banking
Im Internet verbreitet sich eine neue Software, die Daten von
Bankkunden ausspioniert. Das Bundeskriminalamt und das Bundesamt
für IT-Sicherheit warnen vor einer neuen Variante so genannter
Trojaner beim Online-Banking. Die Einzelheiten:
Die neuen Trojaner sind noch heimtückischer als die bisher
bekannten. Sie funktionieren so: Ein Nutzer ruft das
Online-Banking-Portal seiner Bank auf. Wenn sein Computer mit dem
Trojaner infiziert ist, wird die Seite vermeintlich aufgerufen und
sieht aus wie immer. Selbst in der Browserzeile steht die richtige
Internetadresse. Trotzdem handelt es sich um eine Täuschung.
Das können Nutzer daran erkennen, dass sie aufgefordert
werden, bestimmte Daten preiszugeben - zum Beispiel zur
Kreditkarte. In einem anderen Fall sollen die Nutzer mehrere
persönliche Sicherheitsnummern, so genannte TANs, eingeben.
IT-Fachleute empfehlen deshalb zwei Dinge. Erstens: ein aktuelles
Virenschutzprogramm. Und zweitens sollten Nutzer beim
Online-Banking auf keinen Fall Angaben machen, nach denen bisher
nie gefragt wurde.
14 Uhr Theo Albrecht ist tot
Einzelheiten
Der Aldi-Mitgründer Theo Albrecht ist tot. Der 88-Jährige
starb am Samstag in seiner Heimatstadt Essen. Gemeinsam mit seinem
Bruder Karl hat Theo Albrecht in den vergangenen Jahrzehnten den
Discount-Riesen Aldi aufgebaut. Die Einzelheiten:
Theo Albrecht gilt als der große Unbekannte. Groß
deshalb, weil er gemeinsam mit seinem Bruder ein
Milliarden-Unternehmen geschaffen hat. Nach dem Zweiten Weltkrieg
übernahmen die Brüder den Lebensmittelladen der Mutter,
Anfang der 60er Jahre eröffneten sie den ersten
Aldi-Discounter. Heute gibt es weltweit mehr als 8000 Filialen mit
rund 50.000 Mitarbeitern. Das Unternehmen ist aufgeteilt in
Deutschland Süd und Nord, Theo Albrecht gehörte Aldi
Nord. Geschätztes Privatvermögen: 17 Milliarden Euro.
Dass er trotzdem der große Unbekannte blieb, lag daran, dass
er sein Privatleben sehr geheim hielt. Keine öffentlichen
Auftritte, keine Interviews, seit Jahrzehnten gibt es kein
aktuelles Foto mehr. Bekannt ist im Wesentlichen nur: Er hat zwei
Söhne und lebte mit seiner Frau in Essen.
13 Uhr Parlament in Katalonien verbietet Stierkampf
Einzelheiten
In einem Teil Spaniens wird der Stierkampf verboten. Das
Regionalparlament in Barcelona stimmte heute mit einem Vorsprung
von 13 Stimmen für das Verbot. Der Entscheidung war eine
jahrelange Debatte vorausgegangen. Die Einzelheiten:
Die Entscheidung ist ein Erfolg für Spaniens
Tierschützer. Ihrer Ansicht nach ist Stierkampf
Tierquälerei und das Verbot deshalb richtig.
Katalonien ist die erste Region auf dem spanischen Festland, die
die umstrittene Tradition verbietet.
Das Verbot tritt allerdings erst Anfang 2012 in Kraft. Der Grund:
Wer sein Geld mit Stierkampf verdient, soll die Chance haben, sich
einen neuen Job zu suchen.
Befürworter des Stierkampfs fürchten trotzdem
wirtschaftlichen Schaden für die Region. Außerdem
befürchten sie, dass der Stierkampf nach und nach in ganz
Spanien verboten werden könnte. Sie haben deshalb
angekündigt, gegen das Gesetz zu klagen.
Zahlen belegen allerdings, dass das Interesse der Bevölkerung
am Stierkampf in den vergangenen Jahren ohnehin stark nachgelassen
hat.
12 Uhr Raúl wechselt zu Schalke 04
Einzelheiten
Der FC Schalke bekommt einen Fußball-Weltstar.
Der Verein hat den spanischen Stürmer Raúl für
zwei Jahre verpflichtet. Der 33-Jährige wechselt von Real
Madrid nach Gelsenkirchen. Heute Nachmittag soll er offiziell
vorgestellt werden. Die Einzelheiten:
Raúl gilt schon jetzt als größter Star in der
Schalker Vereinsgeschichte. 16 Jahre lang hat er für Madrid
gespielt und ist in dieser Zeit sechs Mal spanischer Meister
geworden, drei Mal gewann er die Champions Leage. Außerdem
war er in Madrid Rekord-Torschütze.
Heute Nachmittag wird der 33-Jährige in Gelsenkirchen
vorgestellt, gleich danach geht's zum ersten Training. Und
schon am Samstag steht das erste Spiel an - gegen den Hamburger SV.
Schalkes Trainer Magath sieht in Raúls Verpflichtung einen
wichtigen Schritt, um seine Mannschaft weiter nach vorne zu
bringen.
Den ersten Kontakt zu Raúl hat der Schalker Neuzugang
Metzelder eingefädelt. Er hat in den vergangenen drei Jahren
gemeinsam mit Raúl in Madrid gespielt.
11:00 Uhr: Weiteres Opfer durch Loveparade-Katastrophe gestorben
Einzelheiten
Durch die Katastrophe bei der Loveparade ist ein weiterer Mensch
ums Leben gekommen. In der Nacht erlag eine 25-jährige Frau
aus Heiligenhaus bei Essen ihren schweren Verletzungen. Die genaue
Todesursache soll durch eine Obduktion geklärt werden. Die
Einzelheiten.
Die Nachricht kam überraschend - denn bisher hieß es,
dass sich keiner der Verletzten mehr in Lebensgefahr befindet. Mit
dem Tod der jungen Frau kamen bei der Massenpanik in Duisburg
insgesamt 21 Menschen ums Leben.
In Düsseldorf will NRW-Innenminister Jäger heute einen
vorläufigen Bericht zu der Katastrophe vorlegen. Darin wirft
die Regierung dem Loveparade-Veranstalter vor, sich über
Bedenken der Behörden hinweggesetzt zu haben. So habe er etwa
weniger Ordnungskräfte eingesetzt als vereinbart. Der
Veranstalter wies das zurück und sprach stattdessen von
Fehlern der Polizei.
Unter Druck steht weiter auch Duisburgs Oberbürgermeister
Sauerland. Mitglieder des Stadtrats werfen ihm vor, er habe
frühe Kritik am Loveparade-Konzept nicht ernst genommen.
10:00 Uhr: Katalonien stimmt über Stierkampf ab
Einzelheiten
In Spanien fällt heute eine Entscheidung über den
traditionellen Stierkampf. Das Regionalparlament in Barcelona will
darüber abstimmen, ob Stierkämpfe in der Region
Katalonien verboten werden. Die Einzelheiten.
Der Stierkampf in Spanien ist seit Jahrzehnten umstritten.
Anhänger halten ihn für nationales Kulturgut, Gegner
sprechen von Tierquälerei. Deswegen hat eine
Tierschutzinitiative Unterschriften gegen den Stierkampf gesammelt.
Über den Antrag will das Regionalparlament in Barcelona heute
entscheiden.
Inzwischen haben sich immer mehr Abgeordnete gegen die Kämpfe
ausgesprochen, die Abstimmung könnte deshalb knapp ausgehen.
Dabei könnte auch die wirtschaftliche Bedeutung der
Stierkämpfe eine Rolle spielen - daran hängen
Milliardenumsätze und 40.000 Arbeitsplätze, etwa im
Tourismus. Allerdings gehen immer weniger Spanier zu den
Kämpfen, viele Städte haben die staatlichen
Zuschüsse gestrichen.
Nicht auf der Tagesordnung steht das traditionelle Stiertreiben in
vielen katalonischen Dörfern, bei denen die Stiere durch die
Straßen gehetzt werden.
09:00 Uhr: Immer mehr Stellen für Leiharbeiter statt für
feste Mitarbeiter
Einzelheiten
Viele Unternehmen in Deutschland stellen immer mehr Leiharbeiter
ein statt feste Angestellte. Für jede dritte neue Stelle
suchen die Firmen nur solche vorübergehenden Mitarbeiter. Die
Einzelheiten.
Für die Unternehmen sind Leiharbeiter eine gute
Möglichkeit, auf die Wirtschaftsentwicklung zu reagieren.
Brauchen sie bei guter Auftragslage kurzfristig mehr Mitarbeiter,
können sie sie schnell bei einer Zeitarbeitsfirma leihen - und
genauso schnell wieder zurückgeben. Zeitarbeiter sind zudem
billiger als festangestellte Mitarbeiter. Im Moment richten sich 35
Prozent der Stellenausschreibungen an Leiharbeiter, im Januar waren
es nur 25 Prozent.
Die Gewerkschaft IG Metall kritisierte die Entwicklung hin zu
Billiglöhnen. Die Linkspartei forderte die Bundesregierung
auf, Lohndumping zu verbieten. Leiharbeiter müssten vom ersten
Tag an so viel verdienen wie die festen Mitarbeiter.
08:00 Uhr: Loveparade-Veranstalter unter Druck
Einzelheiten
Nordrhein-Westfalens Regierung macht den Loveparade-Veranstalter
für die Katastrophe verantwortlich. Das steht in einem
vorläufigen Bericht, den Innenminister Jäger heute
vorstellen will. Die Einzelheiten.
Laut dem Bericht ging der Katastrophe mit 20 Toten eine Kette von
Fehleinschätzungen voraus. Demnach hat der
Loveparade-Veranstalter den Besucherandrang am Eingang
unterschätzt. Außerdem habe er weniger
Ordnungskräfte eingesetzt als mit den Behörden
vereinbart.
Unter Druck steht auch weiter Duisburgs Oberbürgermeister
Sauerland. Die Duisburger Ratsfrau Elke Patz von der SPD
kritisierte Sauerlands Verhalten in Ratssitzungen: "Wenn
kritisch nachgefragt wurde zu dem Thema, hat er durch ironische
Bemerkungen versucht, den Fragenden ins Lächerliche zu ziehen,
und hat Fragen einfach gar nicht beantwortet."
Nach Angaben des grünen Ratsmitglieds Frank Michael Rich
hatten einzelne Vertreter im Stadtrat noch andere Ideen für
das Loveparade-Konzept, hätten sie aber nicht vorgebracht. Der
Duisburger Stadtrat habe nur noch das fertige Konzept abgenickt.
07:30 Uhr: Obama bekommt mehr Geld für Afghanistan-Krieg
Einzelheiten
Die USA haben neues Geld für den Krieg in Afghanistan
freigegeben. Der US-Kongress stimmte einer Vorlage von
Präsident Obama zu. Damit kann die US-Armee in Afghanistan
insgesamt 33 Milliarden Dollar zusätzlich ausgeben. Die
Einzelheiten.
Das Gesetz war heftig umstritten - auch in den Reihen von Obamas
eigener Partei, den Demokraten. Dort lehnen viele Abgeordnete den
Afghanistan-Krieg ab - besonders seit der Veröffentlichung
geheimer Kriegsdokumente auf der Internetseite Wikileaks am
Wochenende. Deswegen konnte Obama das Gesetz nur mit Hilfe der
oppositionellen Republikaner durch das Parlament bringen.
Mit den zusätzlichen 33 Milliarden Dollar will der
US-Präsident die Truppen in Afghanistan um 30.000 Mann
aufstocken und auch laufende Kosten bezahlen. Das
Verteidigungsministerium hatte gewarnt, ohne das Gesetz könnte
der Armee schon in Kürze das Geld ausgehen.
07:00 Uhr: US-Politiker wollen Ölfirmen für alle
Schäden haften lassen
Einzelheiten
Im Golf von Mexiko hat es wieder einen Unfall an einer
Ölquelle gegeben. Aus einer ehemaligen Bohrleitung ist nach
einem Schiffsunfall Öl ausgetreten. Die Einzelheiten.
Das neue Leck ist deutlich kleiner als das nach dem Untergang der
BP-Plattform. Ein Schiff der US-Küstenwache war im Golf von
Mexiko gegen ein altes Steigrohr gestoßen. Durch die
Kollision wurde das versiegelte Rohr wieder aufgerissen; eine 30
Meter hohe Fontäne aus Öl und Methangas führte zu
einer Ölspur auf dem Meer. Spezialschiffe sollen das neue Leck
verschließen.
Wegen der Ölpest im Golf von Mexiko wollen einige Demokraten
im US-Senat, dass die Firmen stärker für Schäden
haften müssen. Sie haben einen Gesetzentwurf vorgestellt, nach
dem die Unternehmen die gesamten Kosten einer Ölpest
übernehmen sollen; bisher müssen sie nicht mehr als 75
Millionen Dollar bezahlen. Das Gesetz soll auch rückwirkend
für die BP-Ölpest gelten.
06:30 Uhr: NRW-Regierung beschuldigt Loveparade-Veranstalter
Einzelheiten
Nordrhein-Westfalens Regierung macht den Loveparade-Veranstalter
für die Katastrophe verantwortlich. Das steht in einem
vorläufigen Bericht, den Innenminister Jäger heute
vorstellen will. Die Einzelheiten.
Laut dem Bericht war es eine Kette von Fehleinschätzungen, die
der Katastrophe bei der Loveparade mit 20 Toten vorausging. Demnach
hat sich der Veranstalter mehrfach über Bedenken der
Behörden hinweggesetzt. Diese hatten etwa befürchtet,
dass sich die Besucher am Eingang stauen würden. So war es
dann auch gekommen.
Außerdem habe der Veranstalter weniger eigene
Ordnungskräfte eingesetzt als vereinbart. An einer Treppe am
Eingang sollten demnach 150 Ordner stehen, auf Videos von der
Katastrophe waren aber nur zwei zu sehen. Auch soll der
Loveparade-Veranstalter Vorschläge ignoriert haben, den
Zugangsbereich am Tunnel mit Videokameras zu überwachen.
Der Veranstalter hat die Vorwürfe zurückgewiesen.
06:00 Uhr: Neue Ölpest im Golf von Mexiko
Einzelheiten
Im Golf von Mexiko gibt es ein zweites Ölleck. Aus einer
ehemaligen Bohrleitung ist nach einem Schiffsunfall Öl
ausgetreten. Die Einzelheiten.
Für die Anwohner an der Südküste der USA war die
Nachricht ein neuer Schock - nach der Ölpest durch die
untergegangene BP-Plattform. Der neue Unfall ist jedoch mit der
großen Pest nicht zu vergleichen.
Er geschah an einem alten Steigrohr im Golf von Mexiko, das Öl
vom Meeresgrund nach oben transportiert hatte. Diese Leitung wurde
nach der Nutzung verschlossen und ragt nun noch ein Stück
über die Wasseroberfläche hinaus. Gegen dieses
unbeleuchtete Rohr war in der Nacht ein Schiff der
US-Küstenwache gestoßen.
Dadurch wurde das bereits versiegelte Bohrloch wieder aufgerissen.
Eine 30 Meter hohe Fontäne aus Öl, Methangas und Wasser
spritzte in die Höhe. Auf dem Meer bildete sich eine
dünne Ölspur. Spezialschiffe sollen das neue Bohrloch im
Golf von Mexiko nun verschließen.